Leopardgecko ( Eublepharis macularius )

Haltung:
Leopardgeckos sind recht ruhige Echsen , die während der Dämmerung und in der Nacht auf die Jagd gehn .
Wer Sich schon mal besser und intensiver mit diesen interessanten Lebewesen beschäftigt hat , wird schnell merken , wie schnell sie ihre Scheu ablegen und sogar
regelrecht zutraulich werden .Das Terrarium , die Grösse berechnet für zwei ( pärchen ) : sollte mindestens 60 cm x 45 cm x 30 cm haben . Dafür kann auch ein schönes Aquarium in entsprechender Grösse umfunktioniert werden . Beim Deckel sollte man auch an reichlich Luftdurchlässe denken . Da Leos sehr wenig Ansprüche an ihrer Umgebung stellen ,kann man sie mit geringem Aufwand befriedigen . Sie bevorzugen festen Boden mit einigen Unebenheiten und Versteckplätzen . Ein fester Lehmboden kommt den Bedinungen ihrem natürlichem Lebensraum wesentlich näher als feiner Sand . Ein paar Aufbauten zum klettern , sollten auf jeden Fall vorhanden sein .Als Versteck , Höhlen oder so ( da gibt es auch genug Möglichkeiten ) .
Terrarientechnik : Das Terrarium muß mit einer Lampe und Heizung ( z.B. Heizstein ) ausgerichtet sein. Tagsüber sollte die Temperatur bei ca . 28 grad liegen und Nachts bei etwa 22 Grad liegen . Eine UV - Bestrahlung ist bei diesen Tieren nicht notwendig. ( Allerdings darf man eine Wassertränke nicht vergessen ) .
Verhalten:
Männliche Leopardgeckos besitzen ein ausgesprochenes Revierverhalten : Sie verteidigen ihr Terrarium ( Revier ) unerbittlich gegen jedes weitere dort eingesetzte Männchen . Dabei führen sie regelrechte Beschädigungskämpfe aus .
Die Kampfstellung : Hoch aufgerichtet unter seitwärts
drohen , gehen die Geckos mit lauten Fauchtönen aufeinender los und nach
einer kurzen Beißerei sucht das unterlegene Tier schnell das Weite .
Doch für ein Unterlegenes Tier , fehlt im Terrarium der Fluchtraum .
( Der Stärkere wird den unterlegenen nicht mehr in Ruhe lassen und das
Tier wird an Bisswunden und Erschöpfung sterben ) . Weibchen zeigen das
gleiche Verhalten , zwar nicht so mächtig wie das Männchen allerdings
kann es auch mal zwischen Weibchen kämpfe geben . Daher ist es sinnvoller
ein Männchen mit ein oder mehreren Weibchen zu halten . Einzeln halten
sollte man sie nicht , da sie sonst vereinsamen würden .
Ernährung:
Alle der Gattung Euplepharis sind ausgeprägte Räuber . In der Natur besteht ihre Nahrung hauptzächlich von Insekten . Jedoch darf man nicht davon ausgehn , das alle Vertrater dieser Art die gleichen Vorlieben haben . Nestjunge Mäuse werden normalerweise auch sehr gern gefressen . Unter Insekten : Großer Schwarzkäfer ( Zophobas morio ) , Grillen und Heimchen ( Grillus bimaculatus ; Acheta domestica ) , Würmer ( große Zophobas ) usw . Wenn die Geckos erstmal zahm sind ( das kann auch schon nach einigen Tagen der Fall sein ) wird man merken wie schnell sie bei Dämmerung an die Scheibe kommen un zu fressen . Allerdinds sollte man sie auch nicht täglich füttern ( sie würden im normal Fall auch nichts wollen ) da es schnell zur Überfütterung und vieleicht Gier kommen könnte . Daher ist es auch bei dieser Art ratsam alle 2 bis 3 Tage versuchen zu füttern ( meistens erst ab oder gegen Abend - weil sie da besser fressen da es sich ja um Nachtaktive Tiere handelt ) .
Vitamine sind für alle Reptilien sehr wichtig
!
Krankheiten:
Krankheiten sind eines der schwierigsten Themen bei der Leopardgecko Haltung
Deshalb sollte der Pfleger ( Halter ) zur Vorbeugung und Verhinderung von Krankheiten alles in seiner Macht stehende unternehmen und dafür sorgen , das eine optimale und artgerechte Haltung vorhanden ist . Aber auch bei einer richtigen Haltung , können die Geckos erkranken . Wildfänge aber auch Nachzuchten können Parasiten einschleppen ( das könnte im Zoofachhandel auch passieren ) hierbei ist eine gute Behandlung sehr wichtig . Daher sollte man sich schnell an einen speziell für Reptilien ( Tierarzt ) wenden . Adressen solcher Speziallisten sind z.B. über die DGHT zu erfahren oder im Reptilienfachhandel nach zu fragen .
Kleine Verletzungen ( z.B. Bissverletzungen ) : Weist der Leopardgecko eine Wundstelle auf , die sich noch nicht entzündet hat , so muss die Stelle sovort desinfiziert werden . Am besten ist für diesen Zweck : Gentianaviolett ( als 5 % ige Lösung in 70 % igem Alkohol ; in der Apotheke mischen lassen ) , dann mit einem Wattestäbchen vorsichtig auf die Wunde tupfen . Oder eine Wundsalbe besorgen . Hat sich allerdings die Wunde schon entzündet , so hilft nur noch eine antibiotische Salbe ( es wird gern verwendet ; Nebacethin - Salbe allerdings rezeptpflichtig aber mit gutem Erfolg ) .
Häutungsprobleme : Hin und wieder kann es vorkommen , das die Geckos Häutungsprobleme haben . Teile der alten Haut verbleiben am Körper , den Gliedmaßen oder an den Augenliedern ( haften ) . Nach 2 bis 3 Tagen sollten keine Hautreste mehr am Körper vorhanden sein . ( Bei einer falschen Haltung oder einer Mangelerscheinung bleiben Hautreste am Körper ) . Die meisten Anzeichen für Häutungsprobleme sind am Schwanz oder an den Füßen zu erkennen . Wenn man dieses Problem nicht ernst nimmt , so kann es bei weiteren Häutungen auf den ganzen Körper ausdehnen und zu schweren Infektionen der Augen und Zehen kommen . ( Im Endstadium können z.B. die Zehen absterben oder schlimmsten falles kann das Tier sterben ). Sollte ein solches Problem auftreten , muss man erst mal versuchen das Tier manuell von den Hautresten zu befreien ( das ist aber bei Jungtieren oftmals schwierig , da das für sie großen Stress bedeuten kann ) . Wenn sich die Haut nicht einfach abziehen lässt , kann oder sollte man den Gecko entweder mit lauwarmen Wasser abtupfen oder in das Gefäß ganz reinsetzen ( etwas einweichen lassen ) dann kann man versuchen die Hautreste langsam zu entfernen . Anschließend sollte man sich etwas Gedanken machen , woher und warum die Häutungsprobleme entstanden sind . Das kann auch gut an mangelhafter Luftfeuchtigkeit liegen . Zwar sind die Leopardgeckos die Trockenheit gewohnt da sie aus der Wüste stammen aber trotzdem sollten sie etwas feuchtes als Rückzugsmöglichkeit haben . Dann kann es auch die Ursache haben das , dass bei schlechter Gesundheit ist oder Vitamin und Mineralstoffmangel haben . ( Gerade Tiere die eine Unterversorgung haben mit Vitamin D haben , leiden häufig darunter ) .
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