Dornschwanzagamen ( Uromastyx ocellata )

Haltung:
Aufgrund ihrer Lebhaftigkeit und Grösse , benötigen Dornschwanzagamen geräumige , gut strukturierte Terrarien .Die Grösse des Terrariums sollte mindestens eine Grundfläche 1,5 m ² haben . Alle Uromastyx - Arten sind grabende Bodenbewohner .( Ausser unser , der ist am liebsten oben , rennt viel rum , klettert und zum schlafen buddelt er sich auf dem Boden unter ein Versteck )
Terrarium Einrichtung : Für den Boden empfiehlt sich Sand , da es Wüstenbewohner sind und ja viel Graben .Gute Versteckmöglichkeiten ( Höhlen ) , Äste oder Wurzeln zum klettern , UV - Bestrahlung ( da es sich um tagaktive Tiere handelt ) und Sonnenplätze , die man speziell mit Spotstrahler ausrichtet .
Temperaturen : An Sonnenplätzen bis 50 grad , an anderen Stellen ( bei Tag ) bis zu 40 grad ( genügend Schattenplätze müssen vorhanden sein ) ,bei Nacht sollte die Temperatur bis 20 grad absinken .
Verhalten:
sind sehr friedliche und ruhige Tiere
Die Dornschwanzagamen kommunizieren mit Körpergesten
( so wie alle Tiere, auf ihrer Art ) und optischen Signalen . Ein Drohverhalten
wird mit weitaufgerissenem Maul und Fauchen angezeigt. Diese Echsen werden
meist sehr zutraulich ;dies zeigt sich schon darin, das die Tiere an die Scheiben
des Terrariums gelaufen kommen, sobald man mit Grünfutter in den Händen
vor dem Terrarium steht ( unser Weibchen lässt sich gern mit Salat füttern)
Das Balzverhalten bei Uromastix ist sehr ausgeprägt und wird vom Männchen
mit Liegestützähnlichen und Schlangenartigen Bewegungen eingeleitet.
Die Paarung selbst wird durch einen sogenannte Kreiseltanz eingeleitet (wir
sagen immer Bauchtanz dazu ) ; dabei läuft das Männchen mehrmals
hintereinander ganz enge Kreise, was sogar auf dem Rücken des Weibchens
stattfinden kann. Ist das Weibchen nicht in Paarungsstimmung - so wirft es
sich auf den Rücken, wo die Paarungsstimmung des Männchens unterbricht.
Kommt es zu einer Paarung, dann beißt sich das Männchen in der
Halsfalte des Weibchens fest und schiebt seine Kloake auf die des Weibchens,
um den Hemipenis einzuführen. War diese Paarung erfolgreich, sieht man
es deutlich an der Gewichtszunahme des Weibchens und später zeichnen
sich deutlich die Eikonturen an der Körperseite ab. Während dieser
Zeit sollte das Weibchen abwechslungsreiches Futter erhalten, das mit Mineralstoffen
angereichert wird. Etwa 2 Wochen vor der Eiablage werden die Weibchen aggressiver
und fangen an das Terrarium nach einem Eiablageplatz zu durchsuchen; dabei
wird wirklich das ganze Terrarium regelrecht umgegraben. Die Eiablagestelle
sollte einen grabfähigen Untergrund besitzen, leicht feucht sein und
eine Temperatur von ca . 30° besitzen. Meist werden die Eier unter einer
Steinplatte im Bodengrund abgelegt und zugegraben. Dabei sollte es auf keinen
Fall gestört werden.
Ernährung:
Für eine erfolgreiche Haltung und Zucht , ist das Wichtigste für Dornschwanzagamen eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung . Überwiegend wird aber vor allem die pflanzliche Kost bevorzugt . Bei Jungtieren ist es aber gerade umgekehrt , da sie lieber tierische Nahrung bevorzugen . Pflanzliches Futter soll aber täglich angeboten werden - ( verschiedene Salate und Kohlsorten ) Löwenzahn , Salate , Sauerampfer , Spinat usw . Dann soll man ihnen noch Trockenfutter geben ( Körner ) - Linsen , Sprossen , Mais , Erbsen , Mungobohnen , Reis , Hirse , Sonnenblumenkerne usw . ( Unsere zwei mögen nur Salate , verschiedene Körner und Früchtemüsli ). Normalerweise ( was bei unseren nie der Fall ist ) brauchen diese Tiere auch öfter mal Lebendfutter ( Heuschreckrn , Grillen , Würmer usw . ) Natürlich dürfen die Vitamine auch nie fehlen , das ist bei allen Reptilien das aller Wichtigste .
Krankheiten:
Dornschwanzagamen sind sehr unauffällige und robuste Tiere . Wenn diese Reptilien Art , richtig gehalten wird und man ihren Bedürfnissen nachkommt , dann kann es eigendlich keine größeren Probleme geben ( was speziell Krankheiten betrifft ) . Dazu zähle ich ein paar Krankheiten auf , die schon mal vorgekommen sind !
Parasiten ( Milben ) : Es kann mal vorkommen , das ein Tier aus dem Reptilien Fachhandel oder auch privat Parasiten einschleppt . Aber das ist wirklich sehr sellten .Sollte es jedoch doch mal vorkommen , dann sollte man sich gleich an den richtigen Reptilien - Tieraezt wenden ( damit gleich was dagegen unternommen werden kann ) . Bei der DGHT gibt es nummern von den entsprechenden Ärzten oder wenn jemand aus der Nähe von Stuttgart kommt , da können wir eine sehr gute Ärztin empfehlen ( zu der wir immer gehn und sehr gute Erfahrugen gemacht haben ) !
Wurmerkrankungen : Um Wurmerkrankungen gleich vorzubeugen , sollte man wenigstens einmal im Jahr eine Kotuntersuchung durchfüren lassen ( bei neuzugänge ist es auch zu empfehlen ) .Die Untersuchung lässt man bei speziellen Instituten durchführen und kostet ca. 20 bis 25 Euro . Aber dafür kann man auch sicher sein , das alles inordnung ist oder im Fall einer erkrankung ,kann dan genau festgestellt werden um was es sich handelt und auch entsprechend ( richtig ) behandelt werden kann .Weil diese Erkrankung , kann den Magen - Darm sowie die Organe sehr stark schädigen - - was zur Nahrungsverweigerung , Durchfall und auch bis zum Tod führen kann . Dagegen gibt es dann auch die entsprechenden Medikamente ( z.B. Panacur ( gegen Nematoden ) und auch Molevac ( gegen Oxyuren ) .
Legenot : Legenot ist eine sehr heikle Situation und dazu auch noch richtig gefährlich ( und sollte sehr ernst genommen werden ) .Das fällt auf , wenn das Weibchen etwas länger überfällig ist ( man hat ja so in etwa die Zeit wo sie legen wird ) , nicht mehr am graben ist und wieder richtig ( also normal ) mit ihrer Nahrungsaufnahme beginnt .Dann liegt das Weibchen nur noch lustlos rum und bewegt sich auch kaum noch ,die Aktivität läßt stark nach . Da sollte man schnell handeln und zu einem richtigen speziellen Reptilienarzt gehn .Beim Arzt wird dann eine Röntgenaufnahme gemacht , um zu sehn ob sich die Eier noch im Körper befinden , sollte dann anschließend die dafür vorgesehene Injektionen kein Legeerfolg bringen , muß das Tier schnellst möglich operiert werden ansonsten wird es sterben .