Bartagamen ( Pogona vitticeps )

Haltung:

Pogona vitticeps eigenen sich gut für eine Terrarienhaltung und kann in Gruppen aufgezogen werden. Die Terrarienbedingungen sollten schon genau beachtet werden , für eine richtige Haltung .Die Terrarien Mindestgrösse für ein Pärchen ( können auch zwei Weibchen sein , aber nie zwei Männchen ! ) sind :150 x 80 x 80 cm ( L x B x H ) . Zur Einrichtung gehört - Sand ( da es sich ja um Wüstentiere handelt ) für den Bodengrund ,große kompakte Äste oder auch Wurzeln , genug Verstecke ( Höhlen ) , Wassernapf und vielleicht noch ein Behälter für die Pflanzliche Kost .

So wie die meisten Sonnenliebenden Reptilien ( Wüstenbewohner ) bevorzugen Bartagamen eine Körpertemperatur zwischen 28 grad und 40 grad während einer Tageszeit. Es sollte auch spezielle Sonnenplätze mittels Spotstrahlern eingerichtet werden ,wo sich die Agamen ausreichend Sonnen können und natürlich auch Schattenplätze damit sie sich zurückziehen können ,wenn es zu warm wird .Bei Nacht sollte die Temperatur bis auf ca. 22 bis 20 grad runter gehn .Des weiteren kann man auch eine HQL- Lampe einbauen die nicht nur ein besonders helles Licht , sondern auch eine gute Wärme abgibt . Eine UV - Bestrahlung ist bei Bartagamen überaus ( sehr ) wichtig , da es sonst zu Erkrankungen kommen kann . Je nach Geschmack kann man auch Pflanzen ins Terrarium rein tun , allerdings keine Giftigen ( da Agamen ja auch Grünzeug fressen ) und nur Trockenpflanzen die für ein Wüstenterrarium bestimmt sind.

Wir haben zwei Bartagamen , die jetzt 7 Jahre alt sind .

Unser Terrarium ist : Länge : 160 cm , Breite : 80 cm , Höhe 100 cm .

Spotstrahler für die Sonnenplätze , da haben wir eine Temperatur von ca. 50 grad . Eine HQL - Lampe .

Stämme , Höhlen , Sand ,und so noch Kleinigkeiten .

Verhalten:

Bartagamen sind sehr ruhige und zutrauliche Tiere

Das Soziale Verhalten zeigt sich bei Agamen ( Bartis ) in einer Vielfalt von Körperhaltungen - Färbungen und - Muster . Das Männchen imponiert das Weibchen in dem es mit dem Kopf auf und ab bewegt ( Kopfnicken ) das kann auch oft sehr schnell gehn - in raschen Bewegungen . Das Weibchen signalisiert wiederum mit langsamen Nicken ( meistens mit dem halben Körper ) - Demut , Bereitschaft oder Desinteresse . Die Männchen blähen zusätzlich auch noch den Hals auf ,( Färbt sich bis am ende vom Hals ganz schwarz ) und stemmen sich vom Boden hoch ( die Seizen sind dann ganz aufgeflacht , der Rücken gekrümmt , der Schwanz aufgehoben und eines der Vorderbeine wird schnell gedreht ) . Auch zwischen kleinen und Ranghöheren Bartis gibt es Kopfnicken und Armdrehen ( Winken ) . Agamen sind häufig territorial ,d.h. sie bilden Reviere aus .Sie werden sehr zahm und zutraulich .Wenn man sie mal eine Weile hat ( am besten von klein auf ) , sich auch täglich und regelmäßig mit ihnen abgibt ,wird man schnell sehn , wie zutraulich sie wirklich werden und meistens schon kommen sobald man die Hand ins Terrarium steckt . Scheu sind sie im normal Fall eigendlich nicht , man kann sie gut rausnehmen .

 

Ernährung:

Bartagamen lauern und warten in der Regel auf ihre Beute.

Fressen gern : Grillen , Heuschrecken , Würmer (große Zophobas ) , auch nestjunge Mäuse ( sie müssen ohne Fell sein , deshalb auch nestjunge ) usw . Auch pflanzliche Kost wird gern angenommen , Salate , Karotten ( nach Korotten sind unsere ganz verrückt ) , Obst und so . Gefüttert weden sie in der Regel alle 2 bis 3 Tage ( 1. Das reicht ihnen aus und 2. würden sie auch von sich aus nicht täglich was annehmen - wenn sie nichts wollen , machen sie in der Regel die Augen zu --so kenn ich es von meinen drei ! ) . Und Pflanzliche Kost sollte immer angeboten werden ( im Terrarium sein ) .

Vitamine sind bei allen Reptilien sehr wichtig !

 

Krankheiten:

Sobald etwas mit einer Bartagame nicht stimmt , kann man es im normal Fall schnell erkennen z.B. An Lustlosigkeit ( Träge ) , Fressunlust ( die Agame nimmt ab ) , ständig dunkel gefärbt ist . Allerdings kann es dann verschiedene Gründe haben .

Parasitäre Infektionen : Parasitenbefall ( wo oftmals von Neuzugängen oder Wildfängen eingefangen wird ) .

Legenot : Kann oftmals bei Weibchen vorkommen , wenn sie keine passende und vorgesehene stelle zum ablegen haben ( dadurch kann sie auch sterben ) .

Häutungsschwierigkeiten : Eine Unvollständige Häutung oder eine Stoffwechselstörung können dazu führen .

Rachhitis : Verkrümmungen am Rücken ( Skelett ) , weiche Knochen - liegt meistens an Vitaminmangel ( besonders Vitamin D , Haltungsfehler , fehlende UV - Bestrahlung ) .

Zehen und Schwanznekrosen : Das Absterben oder eintrocknen von Schwanzspitzen oder Zehen ( kann man häufig an Jungtieren erkennen ) .

Krallenprobleme : Insbesondere bei Bartagamen fällt auf , das sich die Krallen überproporzional entwickeln , wenn der Bodengrund zu weich ist .

Krebserkrankungen : Etwa ab dem zehnten Lebensjahr treten - altersbedingt auf !? Gelegendlich treten Tumorerkrankungen auf . ( Hierzu liegen aber noch keine genauen Untersuchungen vor ) .

Es ist sehr wichtig , sobald man Veränderungen an einer Agame feststellt ( oder allgemein Reptilien ) , sich sofort an einem speziellen Reptilien - Tierarzt zu wenden !

Adressen solcher Speziallisten sind z.B. über die DGHT zu erfahren oder im Reptilienfachhandel nach zu fragen !

In Stuttgart können wir eine sehr gute Ärztin empfehlen !